Die Geschichte des GUG e.V.

Die Gründung

Am 10. Juni 1976 wurde die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. in Köln gegründet. Gründungsmitglieder waren die August Thyssen-Hütte AG, Christian Adalbert Kupferberg AG, Daimler Benz AG, Deilmann AG, Deutsche Bank AG, Kamax AG, Hamburg-Mannheimer Versicherung AG, Henkel AG, Hoesch Werke AG, Karstadt AG, Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Mannesmann AG, Robert Bosch GmbH, Siemens AG und Taylorix. Die Gründungsversammlung wählte Prof. Wilhelm Treue zum ersten Vorsitzenden des Vorstandes und Prof. Hans Pohl zum ersten Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats.
Von Anfang an bestand in der GUG eine enge Kooperation zwischen Unternehmen und Wissenschaft. Zwei Motive trieben die Gründer an: einmal galt es, die «Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie» zu übernehmen, da der Verlag drohte, sie einzustellen. In ihrem 22. Jahrgang wechselte die Zeitschrift Namen und Verlag und erschien 1977 beim Franz Steiner Verlag unter dem Titel «Zeitschrift für Unternehmensgeschichte». Nach weiteren 20 Jahren wechselte die ZUG zum C.H. Beck Verlag, von dort 2017 zu Walter DeGryuter. Mit der Zeitschrift wechselten jeweils auch die Beihefte bzw. die Schriftenreihe den Verlag.
Dies war der Wunsch der Wissenschaft. Die Unternehmer wiederum bauten darauf, dass durch ordentliche Forschung das negative Image des Unternehmers korrigiert werden könne. Hierzu wurden die Öffentlichen Vortragsveranstaltungen der GUG und das jährliche Wissenschaftliche Symposium ins Leben gerufen. Nach einem Jahrzehnt startete die GUG mit ersten Projekten - einer Zwangsarbeiterstudie bei Daimler Benz - sowie dem Aufbau dreier Archive (Oetker, Opel und R & V).

Wandel und Aufbruch

Der Durchbruch der GUG erfolgte jedoch in den 1990er Jahren, wo zunächst die Mitgliedschaft für Privatpersonen ermöglicht wurde. Im Anschluss wurde das Angebot an die Wissenschaft erweitert, indem der erste Arbeitskreis der GUG ins Leben gerufen wurde (Arbeitskreis Bankengeschichte). Diesem Arbeitskreis folgten weitere (Verkehrsgeschichte, Medienunternehmen, Rolle der Unternehmen im Nationalsozialismus, Versicherungsgeschichte, Marketinggeschichte und Familienunternehmen). Ergänzt wurden diese zunehmend von kleineren Workshops, die einen Austausch zu Einzelfragen ermöglichten.
Die GUG startete eine Initiative ihr Netzwerk international auszubauen. Nach mehreren Anläufen gelang es ihr, in die International Association for Economic History (IAEH) aufgenommen zu werden. Über die Geschäftsführung der GUG wird seit 2005 eine enge Zusammenarbeit mit der European Business History Association (EBHA) gepflegt. Durch die Ausrichtung verschiedener internationaler Tagungen - 2005 die Jahrestagung der EBHA in Frankfurt, 2014 die Jahrestagung der Business History Conference (BHC) und die erste Weltkonferenz für Unternehmensgeschichte (World Conference for Business History) - erhielt die GUG internationale Anerkennung. Eine gemeinsame Konferenz mit der britischen Association for Business History (ABH) folgte in Berlin 2016. Im Jahr 2018 folgte zudem eine gemeinsame Tagung mit der japanischen Gesellschaft (Japanese Society for Business History) in Frankfurt.

Im Bereich der Auftragsforschung waren die 1990er Jahre ein entscheidender Schub. Neben die klassischen, meist jubiläumsgetriebenen Unternehmensgeschichten traten nun die Sonderstudien zum Dritten Reich. Die GUG selbst richtete ein großes Symposium am Anfang dieser Entwicklung 1997 im ehemaligen IG Farbenhaus in Frankfurt am Main aus. Der Tagungsband wurde als Band 1 unserer Schriftenreihe beim C.H. Beck Verlag 1998 veröffentlicht. Mit diesem Forschungsschub änderte sich auch das Auftragsverhalten vieler Unternehmen. Eine professionelle Aufarbeitung der Geschichte wurde zunehmend Standard. Auf der anderen Seite wurde Auftragsforschung auch als Möglichkeit der historischen Forschung gesehen. Auch wenn bis heute ein Spannungsfeld im Bereich der Auftragsforschung besteht, hat sie sich doch als nützlich für verschiedene Seiten erwiesen. Die GUG steht für eine aktive Kooperation in diesem Bereich.

Ins 21. Jahrhundert

Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre führte die GUG eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Forschungsaufträge aus. Seit Mitte der 2010er Jahre rückten auch wieder die Archive in das Tätigkeitsfeld der GUG. Zu beiden Bereichen finden sich weitere Informationen unter der Rubrik GUG mbH. Seit der Jahrtausendwende verzeichnete die GUG auch ein wachsendes Interesse an ihrer Geschichte seitens der Familienunternehmen. Mit dem Arbeitskreis «Familienunternehmen» und der Kooperation mit der WIFU greift die GUG diese Trends mit auf.
Schließlich weitete die GUG 2015 ihre Tätigkeiten weiter aus und ist jetzt auch im Bereich der Bildung aktiv. Einmal mit dem Workshop «Einführung in die Unternehmensgeschichte» mit der Stiftung der deutschen Wirtschaft. Zum anderen arbeitet sie an einem Schulprojekt «GeschichteUnternehmen». Die GUG engagiert sich auch stärker in der angewandten Geschichte, indem sie mit dem Netzwerk Unternehmensmuseen kooperiert, für dieses das Portal «UMO - Unternehmensmuseen Online» entwickelt und 2012 online gestellt hat. Mit dem Workshop «History Communication» widmet sich die GUG der historischen Unternehmenskommunikation.
Mit ihrem bis heute seltenen Modell einer engen Kooperation zwischen Wissenschaft und Unternehmen fand die GUG im letzten Jahr einen Nachahmer, insofern sich in Kanada eine historische Gesellschaft (Canadian Business History Association) nach ihrem Vorbild und mit ihrer Unterstützung gründete.

Weitere Informationen zur Geschichte der GUG

Die Geschichte der GUG mbH

Im Juni 2012 gründete die GUG e.V. eine hundertprozentige Tochter – die GUG mbH. So konnten die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Vereins klar vom gemeinnützigen Engagement getrennt werden. In der GmbH stehen den interessierten Unternehmen die gleichen Kontakpersonen und kompetenten Ratgebenden wie im Verein zur Verfügung. Die GUG bildet durch den Wissenschaftlichen Beirat ein Höchstmaß an fachlicher Qualitätskontrolle im Bereich Wissenschaft sowie ein auf langer Erfahrung beruhendes professionelles Projektmanagement.

Die GUG liefert keine Chroniken. Unsere Studien beantworten Fragen. Die Wissenschaftler analysieren Kernthemen der Auftrag gebenden Unternehmen und präsentieren die Ergebnisse in einer wissenschaftlich fundierten, aber spannenden und ansprechenden Form.

Zudem kann die GUG ein umfassendes Spektrum von Dienstleistungen aus einer Hand bieten. Sie entwickelt historische Konzepte und Machbarkeitsstudien, sucht und betreut die Autorenschaft, recherchiert Quellen, entwirft Verträge, erstellt für ihre Auftraggebenden Kostenvoranschläge und Zeitpläne, wählt die geeigneten Verlage aus und begleitet die Buchpräsentation und Veranstaltungen. Ferner berät die GUG bei allen Fragen rund um das Thema Unternehmensgeschichte, Archiv und zu historischen Ausstellungen und/oder Museen.

Unternehmen sind dabei gemäß der modernen Forschung weit gefasst. Neben den klassischen Unternehmen in Form von Publikumsgesellschaften oder Familienunternehmen verstehen wir auch andere Korporationen wie Vereine, Genossenschaften und Institute als Teil unseres Forschungsfeldes.
Basis aller historischen Forschung und der historischen Kommunikation ist das Unternehmensarchiv. Die GUG begleitet den Archivaufbau bis zum laufenden Betrieb. Dabei setzen wir ein hochkompetentes Team von Angestellten ein, die auch in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der deutschen Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW) ausgewählt und fortgebildet werden. Kernbestände der Unternehmen werden gesichert, um Rechtssicherheit zu schaffen sowie das historische Erbe zu bewahren. Unsortierte Akten werden professionell archiviert sowie Pläne für den Umgang mit der heutigen digitalen Kommunikation entwickelt, um diese für die Geschichte von morgen zur Verfügung zu stellen. Nachhaltiges wie zukunftsfähiges Archivieren ist dabei ein wesentlicher Grundgedanke.

Die GmbH startete 2012 mit der Marketinggeschichte der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, historischen Studien zu den Stadtwerken München, zur Krauss-Maffei AG, zur Carl-Zeiss-Stiftung sowie zur Deutsche Telekom AG. Ferner begleitet die GUG mbH den Archivaufbau bzw. -ausbau unter anderem bei der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG und der Linde AG. Auch hat sie die Kurtz Ersa Group beim Aufbau des «Hammermuseums» beraten. Eine Übersicht der abgeschlossen Projekte finden Sie hier. Gegenwärtig werden zahlreiche Unternehmen in laufenden Projekten von der GUG unterstützt.

Geschichte als strategischer Mehrwert: GUG und SIERC bündeln ihre Expertise

Unternehmensgeschichte ist mehr als Rückblick – sie kann strategischer Kompass sein.

Die GUG mbH geht eine strategische Partnerschaft mit dem kanadischen Beratungshaus SIERC (Signal Influence Executive Research & Communications) ein, um Unternehmen neue Wege der zukunftsorientierten Entscheidungsfindung zu eröffnen. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen Management-Workshops, in denen historische Forschung systematisch in strategische Reflexion und konkrete Handlungsoptionen überführt wird.

Auf Basis fundierter Analysen der langfristigen Entwicklung eines Unternehmens werden zentrale Erfahrungswerte, wiederkehrende Muster und strukturelle Wendepunkte sichtbar gemacht. Diese historisch fundierten Einsichten ermöglichen es Führungskräften, aktuelle Herausforderungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und nachhaltige Zukunftsstrategien zu entwickeln.

Die Kooperation verbindet die langjährige Expertise der GUG in der Erforschung und Aufbereitung von Unternehmensgeschichte mit der strategischen Beratungskompetenz von SIERC im internationalen Kontext. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit praxisorientierter Strategiearbeit zu verknüpfen und damit einen Mehrwert für Unternehmen in Deutschland und Europa zu schaffen.

Laden Sie hier die offizielle Pressemitteilung zur strategischen Zusammenarbeit zwischen GUG und SIERC als PDF herunter:

Presseerklärung zur strategischen Allianz zwischen GUG und SIERC

Ziele der GUG

Institution zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs

Die GUG stellt allen interessierten Forschenden ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch bereit.
Dazu organisiert sie beispielsweise Vortragsveranstaltungen, Symposien und Arbeitskreise.

Partnerin der Unternehmen

Die GUG und die GUG mbH stehen den Unternehmen in allen Fragen rund um die Aufarbeitung, Vermittlung und Darstellung ihrer Geschichte zur Seite.
Die GUG bietet in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der deutschen Wirtschaftsarchivare e.V. ihre Unterstützung beim Aufbau von Firmenarchiven sowie bei der Erforschung, Dokumentation sowie Publikation von Unternehmensgeschichten an.

Mittlerin zwischen Wissenschaft und Praxis

Die unternehmensgeschichtliche Forschung ist ein Prozess der Gewinnung neuer Erkenntnisse, der von der Beteiligung und Unterstützung eines breiten Spektrums von Unternehmen und Forschenden lebt. Demgemäß versteht sich die GUG als Netzwerk zur Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und Forschenden. Über dieses Netzwerk können Unternehmen aktuelle Problemstellungen in die wissenschaftliche Diskussion einbringen.

Unterstützen Sie die Erforschung von Geschichte

Die GUG füllt Forschungslücken durch geförderte gemeinnützige Projekte, z.B. durch Studien über nicht mehr existierende Unternehmen wie der Ruhrgas sowie dem Hertie-Warenhauskonzerns (Karg-Stiftung) oder die Suche nach Kulturgütern (Provenienzforschung).

Wir danken den Förderern.
© Audi AG

Mitgliedschaft

© Sparkassenhistorisches Dokumentationszentrum

Privatmitglied

Mit Ihrem Beitritt

  • fördern Sie die Forschung
  • unterstützen Sie die Unternehmensgeschichte
  • werden Sie Teil eines Netzwerks und beleben die Disziplin.

Firmenmitglied

Mit Ihrem Engagement

  • unterstützen Sie den Ausbau und die Fortentwicklung einer für die Unternehmenswelt wichtigen historischen Disziplin
  • führen Sie die besondere Tradition deutscher Unternehmen fort, sich aktiv an der Wissenschaft zu beteiligen
  • leisten Sie einen entscheidenden Beitrag, die Angebote der GUG zukunftsorientiert auszurichten und der
    Unternehmensgeschichte ein professionelles Fundament zu geben.

Ihr Mehrwert durch eine Mitgliedschaft

- kostenloses Print- und Online-Abo der ZUG

  • vergünstigter Bezug der aktuellen Schriftenreihe zur ZUG (Preisnachlass 10 Euro)
  • vergünstigter Bezug der Business History Review ($40)
  • vergünstigte Konditionen bei der Nutzung des Medienarchivs der FAZ
  • kostenlose Zusendung des jährlichen GUG-Newsletters
  • freie Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen der GUG
  • Teilnahme am zweimal jährlich stattfindenden Workshop History Communication exklusiv für Mitglieder
  • freie Teilnahme am Wirtschaftsarchivportal WAP
  • freie Teilnahme am UMO - UnternehmensMuseen Online
  • Nennung auf unserer Internetseite mit Hyperlink zu Ihrem Unternehmen
  • Beratung und Unterstützung bei allen Fragen rund um das Thema Firmenjubiläum, Unternehmensgeschichte, Archiv, Ausstellung und Museum

Die GUG bietet ihren Mitgliedern

  • ein Forum aus international anerkannten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Unternehmensgeschichte
  • Veranstaltungen als Plattform zum Austausch mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, -Wissenschaft, Politik und Medien
  • einen kompetenten Partner für alle Fragen rund um das Thema Unternehmensgeschichte.

Die Satzung und ein Aufnahmeantrag können im Pdf-Format herunter geladen werden.
Der Beitrag für eine Mitgliedschaft liegt für Privatmitglieder bei mindestens 50,00 € (35,00 € für Studenten) und bei mindestens 500,00 € für Firmenmitglieder.

Die Geschäftsführerin der GUG, Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger,
steht für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Gremien

Vorstand

Julia Sabine Falke, Geschäftsführerin, RUD. IBACH SOHN GmbH & Co. KG (Vorsitzende)
Dr. Joachim Seeler, Geschäftsführer, HSP Hamburg Invest GmbH (stellvertr. Vorsitzender)
Dr. rer. pol. Alexander Tesche, Head of Corporate Responsibility Office/Chief Compliance Officer STRABAG SE (Schatzmeister)
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Professor für Neuere Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt
Prof. Dr. Christian Kleinschmidt, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philipps-Universität Marburg
Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer, Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.
Mario Mattera, Mitglied des Vorstands, B. Metzler seel. Sohn & Co. AG

Wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Bayreuth (Vorsitzender)
Apl. Prof. Dr. Ingo Köhler, Geschäftsführer, Hessisches Wirtschaftsarchiv e.V. (stellvertr. Vorsitzender)
Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Georg-August-Universität Göttingen
Dr. Sabine Bernschneider-Reif, Head of Corporate History, Merck KGaA
Prof. Dr. Carsten Burhop, Professor für Verfassungs-, Sozial-und Wirtschaftsgeschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Apl. Prof. Dr. Johannes Bähr, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Goethe-Universität Frankfurt
Prof. Dr. Boris Gehlen, Leiter der Abteilung Unternehmensgeschichte, Universität Stuttgart Historisches Institut Abt. Unternehmensgeschichte
JProf. Dr. Nina Kleinöder, Juniorprofessorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Prof. Dr. Christian Kleinschmidt, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Christina Lubinski, Professorin für Management, Politics und Philosophy, Copenhagen Business School
Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Prof. Dr. Julia Laura Rischbieter, Professorin für Geschichte des Kapitalismus, Universität Basel
Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Professor für die Geschichte der Neuzeit, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Tobias Straumann, Leiter des MAS Applied History, Universität Zürich

Kuratorium

Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer, Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. (Vorsitzender)
Matthias Georg Madelung, Mitglied des Aufsichtsrats, Robert Bosch GmbH (stellvertr. Vorsitzender)
Chris Brenninkmeyer, Anthos Swiss Service Office AG
Prof. Dr. Clemens Börsig, ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Deutsche Bank AG
Axel Dahm
Dr. Vera-Carina Elter, Vorständin für Personal und Familienunternehmen, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Carl Glauner, Geschäftsführer, Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Dietmar Ilg, Mitglied des Vorstands, Landwirtschaftliche Rentenbank
Dipl.-Ing. Rainer Kurtz, Vorsitzender des Beirats, Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG
Paul Niederstein, Geschäftsführender Gesellschafter, The Coatinc Company Holding GmbH
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher, Wirtschaftsprüfer
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Geschäftsführer, Visioning
Dr. Heinz-Peter Roß
Dr. Ulrich Wacker, Stiftungsvorstand, EQUA-Stiftung
Dipl.-Kfm. Berndt-Michael Winter, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, Mast-Jägermeister SE
Prof. Dr. Bolko von Oetinger, Mitglied des Beirats, Center for Future Design

Ehrenvorsitzender des GUG e.V.

Dr. Otmar Franz , Mülheim/Ruhr, Vorsitzender des Kuratoriums des RKW e.V.

Firmenmitglieder und institutionelle Mitglieder

Internationale Vernetzung

Die GUG ist Teil eines weitreichenden internationalen Netzwerks der Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte. In enger Zusammenarbeit mit führenden Fachorganisationen und wissenschaftlichen Partnern weltweit fördert sie den Austausch von Forschung und Expertise, initiiert Kooperationen und trägt aktiv zur internationalen Sichtbarkeit der Disziplin bei. Die folgenden Partnerschaften zeigen die Breite dieser internationalen Vernetzung.


World Business History Conference

2014 richtete Die GUG die World Business History Conference aus, die vom 16. – 17. März in Frankfurt am Main stattfand.

World Business History Conference 2014 in Frankfurt am Main

Am 16. und 17. März 2014 richtete die GUG in Frankfurt am Main die World Business History Conference 2014 aus. Die internationale Tagung fand an der Goethe-Universität Frankfurt (Campus Westend) statt und wurde bewusst in zeitlicher Nähe zur Jahrestagung der Business History Conference organisiert, um den Austausch zwischen Forschenden aus verschiedenen Regionen der Welt zu intensivieren und die internationale Vernetzung der Disziplin weiter auszubauen.

Die Frankfurter Konferenz war als erster praktischer Schritt auf dem Weg zu einem dauerhaft etablierten World Congress of Business History angelegt. Bereits seit 2012 hatten Vertreter führender businesshistorischer Organisationen aus Europa, Japan, Nord- und Südamerika, Afrika und weiteren Regionen über die Einrichtung eines globalen Kongresses beraten. Ziel dieser Initiative war es, ein weltweit sichtbares Forum zu schaffen, das die Forschung innerhalb der Unternehmensgeschichte stärker vernetzt, internationale Vergleichsperspektiven fördert und Forschende aus bislang weniger stark vertretenen Regionen stärker einbindet.

Mit rund 180 Teilnehmenden aus zahlreichen Ländern bestätigte die Tagung das große internationale Interesse an einem solchen globalen Format. Neben den wissenschaftlichen Sitzungen trafen sich in Frankfurt auch die Initiative-Gruppe sowie das internationale Academic Committee, um organisatorische Grundlagen zu festigen und die nächsten Schritte für einen vollständigen Weltkongress festzulegen, der schließlich 2016 in Bergen stattfand. Die Frankfurter Konferenz markierte damit einen entscheidenden Meilenstein in der Institutionalisierung eines weltweit vernetzten Kongressformats für die Unternehmensgeschichtsforschung.

Zielsetzung und wissenschaftliches Profil

Die Konferenz stand unter dem Leitgedanken „State of the art in World Business History – a first review“. Ziel war es, einen Überblick über aktuelle Forschungsschwerpunkte zu geben, internationale Perspektiven zusammenzuführen und neue Kooperationen anzustoßen. Das Programm umfasste zahlreiche parallele Sessions mit Beiträgen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika und spiegelte die thematische und methodische Vielfalt der Business History wider.

Internationale Unternehmensstrukturen und Kapitalismusvergleich

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Analyse von Unternehmensgruppen, Organisationsformen und unterschiedlichen kapitalistischen Wirtschaftsmodellen. Mehrere Panels widmeten sich der Struktur und Entwicklung von Unternehmensgruppen in europäischen Volkswirtschaften sowie vergleichenden Perspektiven auf andere Weltregionen. Diskutiert wurden langfristige Organisationsmuster, Anpassungsstrategien im Wettbewerb und nationale Besonderheiten im globalen Kontext. Zu den Vortragenden gehörten unter anderem Asli M. Colpan (Kyoto University), Abe de Jong (Erasmus University Rotterdam), Andrea Colli (Bocconi University), Youssef Cassis (European University Institute) und Harm Schröter (Universität Bergen).

Kolonialwirtschaft und globale Verflechtungen

Ein weiterer Themenkomplex behandelte Imperialismus, Kolonialwirtschaft und internationale wirtschaftliche Beziehungen. Beiträge untersuchten koloniale Handelsstrukturen, die Rolle von chartered companies, Kapitalrenditen in Kolonialreichen sowie wirtschaftlichen Nationalismus und internationale Investitionsbeziehungen. Hier referierten unter anderem Alejandra Irigoin und Leigh Gardner (London School of Economics) sowie Marcelo Bucheli (University of Illinois).

Familienunternehmen und Unternehmernetzwerke

Große Aufmerksamkeit erhielten außerdem Familienunternehmen, Unternehmerfamilien und langfristige Unternehmensnetzwerke. Die entsprechenden Panels behandelten Fragen der Unternehmensnachfolge, Strategien wirtschaftlicher Eliten, philanthropische Aktivitäten sowie die Internationalisierung großer Familienunternehmen. Beiträge stammten unter anderem von Martin A. Monsalve (Universidad del Pacífico), Paloma Fernández (Universitat de Barcelona), Carlos Dávila (Universidad de los Andes) und Hartmut Berghoff (German Historical Institute Washington).

Banken-, Finanz- und Wirtschaftssysteme

Auch die Banken- und Finanzgeschichte bildete einen wichtigen Bestandteil des Programms. Panels befassten sich mit frühen Bankensystemen, internationalen Finanzkrisen, Kapitalmärkten und Zahlungssystemen sowie der Regulierung von Finanzinstitutionen. Ein besonderer Fokus lag auf global vergleichenden Perspektiven, unter anderem mit Beiträgen von Carlos Marichal (El Colegio de México), Aurora Gómez-Galvarriato (CIDE), Juan H. Flores (University of Geneva) und Bernardo Bátiz-Lazo (Bangor University).

Wissens- und Technologietransfer

Weitere Sessions widmeten sich Wissens- und Technologietransfer sowie transnationalen Wirtschaftsbeziehungen. Analysiert wurden etwa die Übertragung westlicher Geschäftsmodelle nach Ostasien, industrielle Entwicklungsprozesse und internationale Kooperationen zwischen Unternehmen und Institutionen. Zu den Vortragenden gehörten unter anderem Yu Chen (Yokohama National University), Myungsoo Kim (Keimyung University), David G. Wittner (Utica College) und Aparajith Ramnath (Indian Institute of Management).

Märkte, Regulierung und Branchenanalysen

Weitere Panels behandelten Kartelle, Marktregulierung und Branchenentwicklungen in unterschiedlichen internationalen Kontexten. Untersucht wurden unter anderem Rohstoff-, Medien- und Papiermärkte sowie Formen wirtschaftlicher Kooperation und Wettbewerbskontrolle. Hier präsentierten unter anderem Takahiro Ohata (Kyoto University), Niklas Jensen-Eriksen (University of Helsinki) und Timo Särkkä (University of Jyväskylä) ihre Forschungsergebnisse.

Methoden, Ideengeschichte und interdisziplinäre Perspektiven

Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge zu methodischen und theoretischen Fragen der Business History, zur Rolle religiöser und ideologischer Faktoren im Unternehmertum sowie zu Eigentums- und Managementstrukturen im internationalen Vergleich. In diesen Panels diskutierten unter anderem JoAnne Yates, Matthias Kipping, Dan Wadhwani und Stephanie Decker über Forschungsansätze, Quellenarbeit und interdisziplinäre Methoden der Unternehmensgeschichtsforschung.

Internationale Initiative und Mission

Die Frankfurter Konferenz war Teil einer internationalen Initiative, die später im Mission Statement des World Congress of Business History formuliert wurde. Dieses betont die Förderung eines globalen wissenschaftlichen Austauschs, die enge Kooperation bestehender Fachorganisationen, die stärkere Einbindung bislang unterrepräsentierter Regionen sowie die Etablierung eines regelmäßig stattfindenden Weltkongresses als gemeinsames Forum der Disziplin. Die erfolgreiche Durchführung der Tagung in Frankfurt zeigte, dass diese Ziele realisierbar sind, und trug entscheidend dazu bei, die internationale Zusammenarbeit in der Unternehmensgeschichtsforschung nachhaltig zu stärken.

Bedeutung für die GUG und die internationale Forschung

Mit der Ausrichtung der World Business History Conference 2014 leistete die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Disziplin. Die Tagung stärkte die globale Sichtbarkeit der Business-History-Forschung, förderte internationale Kooperationen und legte den Grundstein für ein dauerhaftes weltweites Kongressformat. Damit unterstrich die GUG ihre Rolle als aktiver Partner in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und als Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Unternehmensgeschichtsforschung.

Zur Homepage des World Congress of Business History gelangen sie hier


European Business History Association (EBHA)

Die GUG arbeitet eng mit der European Business History Association (EBHA) zusammen, dem zentralen europäischen Fachverband für Unternehmens- und Wirtschaftshistoriker:innen.

Die GUG unterstützt die Arbeit der EBHA in vielfältiger Weise organisatorisch und administrativ. Dazu gehören unter anderem das Hosting der Website und der Mitgliederdatenbank sowie die technische Organisation der jährlichen Kongresse. Nachdem die EBHA infolge des Brexits eine neue institutionelle Verankerung innerhalb der Europäischen Union benötigte, fungiert die Geschäftsstelle der GUG zusätzlich als Sitz des Vereins. Sie übernimmt seither auch die laufende Korrespondenz mit dem Vereinsregister der Stadt Frankfurt, in dem die EBHA eingetragen ist.

Durch diese enge Zusammenarbeit trägt die GUG aktiv dazu bei, die europäische und internationale Vernetzung der Unternehmensgeschichtsforschung zu stärken und die EBHA als führendes Netzwerk für wissenschaftlichen Austausch, Kooperation und Nachwuchsförderung weiter auszubauen.

Die EBHA wurde 1993 gegründet und hat sich seither zu einem international anerkannten wissenschaftlichen Netzwerk mit heute über 250 Mitgliedern aus rund 29 Ländern entwickelt. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, die Bedeutung der Unternehmensgeschichte weltweit zu stärken und den Austausch innerhalb der Disziplin nachhaltig zu fördern.

Die EBHA verfolgt das Ziel, Forschung und Lehre zur Geschichte von Unternehmen, Management und wirtschaftlichen Organisationen zu fördern sowie das öffentliche Verständnis für wirtschaftshistorische Entwicklungen zu vertiefen. Sie versteht sich dabei ausdrücklich als Plattform für internationale Zusammenarbeit: Neben der Stärkung der Kontakte innerhalb Europas setzt sie sich auch für die Vernetzung mit Forschenden und Institutionen außerhalb Europas ein und unterstützt grenzüberschreitende Forschungsprojekte sowie den wissenschaftlichen Austausch von Nachwuchswissenschaftler:innen.

Zu den wichtigsten Aktivitäten der EBHA zählt ihr jährlicher internationaler Kongress, der an wechselnden Universitäten in Europa und darüber hinaus stattfindet und Forschende aus der ganzen Welt zusammenbringt. Diese Tagungen bieten ein zentrales Forum für aktuelle Forschung, methodische Diskussionen und internationale Kooperationen und spiegeln die multidisziplinäre Ausrichtung der Unternehmensgeschichte wider.

Ein besonderes Augenmerk legt die EBHA auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit der regelmäßig stattfindenden Franco Amatori EBHA Doctoral Summer School organisiert sie eines der wichtigsten europäischen Trainingsformate im Fach. Die Sommerschule vermittelt fortgeschrittenen Doktorandinnen und Doktoranden aktuelle Forschungstrends, theoretische und methodische Ansätze sowie praktische Einblicke in Publikationsstrategien und akademische Karrierewege und schafft zugleich ein internationales Netzwerk für junge Forschende.

Darüber hinaus unterstützt die EBHA Workshops, Forschungsnetzwerke und Kooperationen zwischen Universitäten und Business Schools und trägt so wesentlich zur Weiterentwicklung der Unternehmensgeschichtsforschung als internationaler und interdisziplinärer Forschungsbereich bei.

Zur Website der EBHA gelangen Sie hier.


Business History Conference (BHC)

Die GUG ist eng mit der Business History Conference (BHC) verbunden, einer der weltweit führenden wissenschaftlichen Fachorganisationen für Unternehmensgeschichte. Die BHC wurde 1954 in den USA gegründet und zählt heute zu den wichtigsten internationalen Netzwerken der Disziplin. Sie fördert Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Austausch zur Geschichte von Unternehmen, Management und wirtschaftlichen Institutionen und organisiert regelmäßig internationale Konferenzen sowie Förderprogramme für Nachwuchswissenschaftler:innen. Zudem gibt sie mit Enterprise & Society eine der zentralen internationalen Fachzeitschriften des Fachgebiets heraus.

Die Zusammenarbeit zwischen der GUG und der BHC zeigt sich besonders in der gemeinsamen Durchführung internationaler Tagungen. Ein wichtiger Meilenstein war die Jahrestagung der Business History Conference 2014 in Frankfurt am Main, die in Kooperation mit der GUG stattfand. Die GUG übernahm dabei die lokalen organisatorischen Aufgaben und unterstützte Planung und Durchführung der Konferenz an der Goethe-Universität Frankfurt.

Diese Kooperation war zugleich Teil einer umfassenderen internationalen Vernetzungsstrategie der GUG. Die Ausrichtung der BHC-Tagung in Frankfurt – gemeinsam mit weiteren internationalen Konferenzen im selben Jahr – trug wesentlich dazu bei, den Standort Deutschland stärker in die globale Business-History-Community einzubinden und den wissenschaftlichen Austausch zwischen nordamerikanischen, europäischen und internationalen Forschenden zu intensivieren.

Durch die Zusammenarbeit mit der Business History Conference stärkt die GUG ihre Rolle als international vernetzter Partner der Unternehmensgeschichtsforschung und unterstützt den kontinuierlichen Austausch zwischen der deutschsprachigen Forschung und der globalen wissenschaftlichen Community.

Zur Homepage der Business History Conference gelangen sie hier.


International Economic History Association (IEHA)

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) ist Mitglied der International Economic History Association (IEHA) und damit Teil eines weltweit vernetzten Forums der wirtschaftshistorischen Forschung. Die IEHA ist die internationale Dachorganisation wirtschaftshistorischer Fachverbände und vereint heute rund 45 nationale, regionale und internationale Mitgliedsorganisationen aus nahezu 40 Ländern. Ihr Ziel ist es, die Erforschung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte weltweit zu fördern, internationale Kooperationen zu stärken und den wissenschaftlichen Austausch über Länder- und Disziplingrenzen hinweg zu ermöglichen.

Die wichtigste Plattform der IEHA ist der regelmäßig stattfindende World Economic History Congress, der zu den größten internationalen Treffen der Disziplin zählt und jeweils mehr als tausend Forschende aus aller Welt zusammenbringt. Diese Kongresse bieten ein globales Forum für aktuelle Forschung, methodische Debatten und internationale Kooperationen und tragen wesentlich dazu bei, neue Themenfelder und Perspektiven in der Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte zu erschließen.
Durch ihre Mitgliedschaft in der IEHA ist die GUG in die internationale wissenschaftliche Community eingebunden und an den globalen Entwicklungen der Wirtschafts- und Unternehmensgeschichtsforschung beteiligt. Die Aufnahme in die internationale Vereinigung war Teil der Strategie der GUG, ihr Netzwerk systematisch auszubauen und den Austausch mit internationalen Fachverbänden zu intensivieren.
Die Zusammenarbeit innerhalb der IEHA stärkt die Sichtbarkeit der deutschsprachigen Unternehmensgeschichtsforschung im internationalen Kontext und ermöglicht der GUG, Impulse aus globalen Forschungsdebatten aufzunehmen und aktiv in die Weiterentwicklung des Fachs einzubringen.

Zur Homepage der International Economic History Association gelangen sie hier.

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Österreichische Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (ÖGU)

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) arbeitet eng mit der Österreichischen Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (ÖGU) zusammen, der zentralen wissenschaftlichen Fachorganisation für Unternehmensgeschichte in Österreich. Beide Einrichtungen verbindet das gemeinsame Ziel, die Erforschung der Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte im deutschsprachigen Raum zu fördern, internationale Perspektiven einzubeziehen und den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu stärken.

Die Kooperation zwischen GUG und ÖGU umfasst insbesondere den fachlichen Austausch zu Forschungsprojekten, Publikationen und Veranstaltungen sowie die gegenseitige Einbindung in wissenschaftliche Netzwerke und Gremien. Durch diese Zusammenarbeit werden Forschungstraditionen im deutschsprachigen Raum enger miteinander verknüpft und gemeinsame Themenfelder – etwa Unternehmensentwicklung im europäischen Kontext, Wirtschaftskultur oder historische Unternehmensstrategien – vergleichend weiterentwickelt.

Auch personell bestehen enge Verbindungen zwischen beiden Organisationen, die den kontinuierlichen Dialog und die Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten unterstützen. Die Kooperation trägt dazu bei, die Unternehmensgeschichtsforschung im deutschsprachigen Raum international sichtbarer zu machen und gemeinsame Impulse in die europäische und globale wissenschaftliche Diskussion einzubringen.
Durch die Zusammenarbeit mit der ÖGU stärkt die GUG ihre Rolle als zentraler Knotenpunkt der Unternehmensgeschichtsforschung im deutschsprachigen Raum und fördert zugleich die internationale Vernetzung der Disziplin.

Zur Homepage der Österreichischen Gesellschaft für Unternehmensgeschichte gelangen Sie hier.